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f u n d u s

der fundus im theater ist eine ansammlung aus dingen, gegenständen und kostümen. die meisten dinge wurden bereits verwendet und werden wohl auch wieder verwendet werden. das bedeutet, dass kein gegenstand nur eine bestimmung hat, alles hat eine vor- und nachgeschichte und dazwischen werden sie gesammelt und aufbewahrt, bis sie wieder eine bedeutung bekommen.

 

mein fundus besteht aus orten. was mich interessiert ist die wirkung eines ortes, je nachdem in welchem moment  man ihm begegnet. ein supermarktparkplatz zum beispiel: tagsüber herrscht hier reges treiben, menschen kommen und gehen, es ist also genau das zu beobachten, was man von einem ort wie diesem erwartet. betrachtet man nun eben diesen ort in der nacht, wirkt er gespenstisch und fast schon unreal. die einzigen „besucher“ sind nun vereinzelte autos, zurückgelassene einkaufswägen und ein wohnmobil im grellen neonlicht. wer oder was befindet sich in diesem einen wohnmobil?

 

unsere wahrnehmung verändert den ort und die dinge, je nachdem wann und wie wir ihnen begegnen. die orte, die mich am meisten interessieren, sind die nicht- oder unorte. ein ort, der alles sein könnte und gleichzeitig nichts ist. diese Orte sind für mich die perfekten bühnen. mein fundus besteht also aus orten, denen ich teils bewusst, teils unbewusst begegnet bin und die mich im moment der begegnung fasziniert und zugleich immer auch verwundert haben.